Wacken Wahnsinn 2013 – Nachbericht

 

Wacken – Wahnsinn 2013


Absoluter Wahnsinn!!! Unsere Taschen sind noch nicht mal richtig ausgepackt, und auch unser Material welches wir von Wacken 2013 mit nach Hause gebracht haben ist noch nicht komplett gesichtet, da vermeldet das WOA Team schon den Sold Out für 2014. Es sind zwar schon einige Bands für 2014 bekannt, aber das Line Up ist natürlich noch nicht komplett. Rekordverkauf: Das passt zum Festival, welches in der ganzen Welt bei Metal-Fans und nicht Metal-Fans bekannt ist. Aber wie war es eigentlich 2013 auf dem heiligen Boden? Das möchten wir euch hier erzählen, an einigen Punkten gibt es auch mal ein bisschen Feedback.

Mittwoch 31.07.2013

Dafür gibt es nur ein Wort: Wahnsinn

Neben der guten Musik, den super genialen Menschen aus der ganzen Welt, und dem wohl bestem Team, welches man sich wünschen kann gibt es aber noch so einiges zu entdecken. Was, das konnte man sich schon etwas dank der Videos von Harry Metal vorstellen. Die Vorfreude war also von Tag zu Tag immer größer und bereits Wochen vor dem Start hätte das NRM Team losfahren können. Wir waren alle super gespannt und freuten sich auf unseren „Familien-Urlaub“. Der Wettergott war uns auch in diesem Jahr holt, und selbst der leichte Regen, der unsere Abfahrt aus Lübeck begleitete, tat dem kein Abkommen.

Wieder einmal kamen wir wesentlich später los als eigentlich geplant, und so kamen wir erst um 11 Uhr aus Lübeck weg. Bahn frei, dass North Rock Music Team will nach WACKEN. Straßen waren frei und kurz vor Wacken gab es dann die Meldung an unsere Freunde „In ca. 10 Minuten sind wir da“. Aber diese Rechnung hatten wir ohne die Wacken Fans gemacht, die natürlich auch schon vor Ort waren. Also hieß es warten bis es weiter geht. Endlich um 15 Uhr kamen wir dann beim Check In an und konnten dann auch gleich wieder weiter zu unseren Freunden die uns tapfer einen Platz frei gehalten hatten.

Hier für alle die mit Wacken nicht wirklich viel oder gar nichts anfangen können: Wacken ist wohl das berühmteste Dorf Deutschlands und der gesamten Welt, jedenfalls wenn man den Berichten der Kollegen trauen kann. Einmal im Jahr verwandelt sich das Dorf. Immer am ersten Wochenende im August, fallen unzählige Metalfans, Schaulustige und Ballermannurlauber in das Dorf ein. Sie alle haben nur ein Ziel, geniale Tage mit genialen Leuten und genialer Musik zusammen mit Zehntausenden aus der ganzen Welt. Und was machen dann die Dorfbewohner? Ganz einfach sie feiern mit. Der stattliche Vorgarten wird zur Kneipe und Oma trinkt zusammen mit dem härtesten Metalfan Tee und essen gesittet selbst gebackenen Kuchen vom guten Sonntagsgeschirr. Die Kinder des Dorfes sind des Metalfans beste Freunde denn die Go-Karts werden mit Anhänger ausgestattet und da passt der ein oder andere Bierkasten rauf, den der Metalhead nicht schleppen muss. Gegen einen kleinen Obolus bringen die Kinder also die Einkäufe zum Zeltplatz des Musikbegeisterten. Diesen Obolus geben die Metalheads gerne.

Selbst das beschauliche Freibad wird zum Schauplatz für Metalrituale. Ja auch der Metalhead geniest das kühle Nass, besonders dann wenn man sich mit dem Shuttlebus bis vor die Tür fahren lassen kann.

Fazit: Das Dorf Wacken ist den Metalheads gut gesinnt, und backen gerne leckeren Kuchen, servieren Frühstück und teilen sogar die heimische Dusche mit den Metalheads. Gastfreundlichkeit auf der ganzen Linie.

Wir kamen auch endlich auf unserm Campground an und nach einer kurzen aber kräftigen Begrüßung ging es dann auch gleich daran das Lager herzurichten. Zelt aufbauen, Pavillon aufstellen, Tisch und Stühle positionieren und Proviant verstauen. Endlich das wohlverdiente erste Bier auf dem heiligen Boden und die Planung für den ersten Wacken Tag beginnt.

Vieles gibt es zu entdecken und dank der Wacken App ist auch dieser Punkt schnell abgehakt. Doch bevor wir auf Erkundungstour gehen heißt es erst mal etwas Pause machen, etwas trinken gemütlich quatschen und dann geht es auch los. 

Erster Stopp: Das Pressezelt, bzw. der Pressebereich. Hier hatte sich einiges geändert, denn es wurde etwas umgestellt und auch das große Dach über dem großen Tresen ist neu. In einem neuen Glanz erstrahlt auch das Pressezelt welches von dem neuen Tim Mälzer Stand begleitet wird. Tini, Katrin, Christian, Björn, Sabine & Co werden begrüßt, ein kleiner Überblick der diesjährigen Pressekonferenzen verschafft, Uhrzeiten notiert usw. Stop One erfolgreich erledigt.

Auf geht’s zum zweiten Stopp, dem Wacken Center, wo der Biergarten, das Pfahlsitzen und auch der Metalmarkt auf uns warteten. Auch hier hieß es erst mal alte Bekannte von Black View, Dragon Store, Thumanca usw. zu begrüßen. Hier haben wir auch schon mal unsere Augen nach den kleinen Mitbringsel für Freunde und Familie Ausschau. Natürlich gab es wieder vieles was unser Herz erfreute, aber wir waren ja nicht zum Shoppen nach Wacken gekommen, sondern um uns die Bands anzusehen.

Also ab zum dritten Stopp, dem Bullhead City Circus. Hier standen noch die Teilnehmer von den Wacken Metal Battle auf der Bühne, die um den Titel „Metal Battle Winner 2013“ kämpften. Da wir ja leider zu spät aus Lübeck weg kamen haben wir bereits einige verpasst,  aber zum Glück standen Crimson Shadows auf der Bühne. Die Jungs aus Kanada spielten ihre Mischung aus Epic Death & Power Metal. Nicht ganz mein Fall, aber die Jungs konnten dennoch überzeugen, denn diese Truppe gewann den Titel „Metal Battle Winner 2013“ und somit auch den begehrten Plattenvertrag von Nuclear Blast und hochwertige Preise von Marshall, Washburn, Markbass, Paiste, Woodbrass und Vision Backdrops. Auch von uns ein Herzlichen Glückwunsch.

Weitere Teilnehmer waren z.B.

  • Bull Riff Stampede – Headbanger Stage 13:45 Uhr
  • SIC – W.E.T. Stage 15:25 Uhr
  • An Apple A Day – Headbanger Stage 15:50 Uhr
  • Backjumper – W.E.T. Stage 17:05 Uhr
  • Asthma – W.E.T. Stage 15:55 Uhr
  • Crimson Shadows – Headbanger Stage 19:10 Uhr
  • Count to Six – Headbanger Stage 20:50 Uhr
  • Devoid – Headbanger Stage 21:40 Uhr

Also man sieht es ja schon deutlich, auch wenn ich alle Teilnehmer hier Namentlich aufzähle, es war wirklich viel los im Circus Zelt. Doch wir wollten uns noch etwas umschauen und konnten nach den Metal Battle Gewinnern Crimson Shadows noch etwas von den W:O:A Firefighters genießen. Die Firefighters sind der Verein der Freiwilligen Feuerwehr Wacken, und zählen seit nun 10 Jahren zum Standard – Repertoire des Wacken Open Airs. Die Fans feiern diese Blaskapelle als stünde dort Iron Maiden auf der Bühne. Die W.O.A Firefighter eröffnen und das ist Tradition die kleine Bühne des Biergartens. Da gehört ja auch Blasmusik hin, auch wenn ich der Meinung bin, das die Firefighters selbst die größte Bühne des WOA rocken würden. Man kann es schon von weitem hören „Wacken, Wacken Feuerwehr“ denn das ist eine Art Hymne geworden. Es dauert auch nicht lang und die Firefighters betreten ihr „Hoheitsgebiet“. Proppen Voll ist es vor der Bühne und die Fans lassen sich ein Ständchen nach dem nächsten um die Ohren blasen, schunkeln dabei, und machen sogar einen kleinen Moshpit. Gut gelaunt geht es für uns zum Biertresen und wir lassen uns von diesen Bildern in einen genialen Abend einleiten. Auch wenn viele hier auf dem Platz sich scheinbar nur von flüssig Nahrung ernähren, so macht sich bei uns doch ein Hungergefühl breit. Also ab zum fünften Stop dem Wackinger Village. Hier gab es auch wieder so vieles zu entdecken und viele alte Bekannte waren zu Begrüßen. Auch unser Hunger wurde mit einem Barbaren Spieß etwas gestillt, aber wer einmal auf dem Wackinger Village war, der weiß das dort von allen Seite wohlriechende Speisen angeboten werden, und daher ist es auch nicht verwunderlich, dass wir noch an dem ein oder andern Stand unsere Mägen zum Lachen brachten. Auch das ein oder andere Bier wurde uns gereicht und so verbrachten wir die Zeit bis um 22 Uhr.

Kulinarisches auf dem W:O:A gibt es für wirklich jeden und an fast jeder Ecke, aber ein vorweg, denn wer richtig satt werden möchte, der sollte genügend Geld in der Tasche haben. Sechs Tage lang nur von den Angeboten leben wird richtig teuer. Los gehen tun die Preise bei 3,50 € für eine Bratwurst im Brötchen lecker aber vielleicht etwas wenig für den richtigen Metalhunger. Bei 10,-€ ist aber dann auch Schluss zumindest ist die Tim Mälzer Pizza beim preislichen das Höchste was ich gefunden habe. AN den meisten Ständen pendeln sich die Preise zwischen 5,-€ und 6,-€ ein. Wir haben uns auch die Mühe gemacht um Euch eine kleine Speisekarte vom W:O:A mitbringen zu können.

Cookie (Subway) 1,00€ | Bratwurst im Brötchen 3,50€ | Ritterfladen (frisch aus dem Ofen 3,50€ | Currywurst 4,50€ | Backfisch im Brötchen 4,50€ (von Gosch) |  Döner 5,00€ | China Nudeln ohne Fleisch 5,00€ | Hot Dog 5,00€ | Baguette (von Subway) 5,00€ | Babarenspieß 5,00 € | Pizza 5,50€ | Frittierte Calamares in Bierteig 5,50€ (ebenfalls Gosch) | Burito 6,00€ | China Nudeln mit Fleisch 6,00€ | Hanfbrot gefüllt mit Salat und Putenfleisch 6,50€ | Hanfbrot gefüllt mit Fetakäse und Putenfleisch 7,00€ | Thai Penne 8,50€ (auch Gosch) |

Wie gesagt das ist nur ein kleiner Einblick in die kulinarischen Köstlichkeiten. Für jeden ist etwas dabei, von dem Fleischliebhaber bis zum Vegetarier. Wer es etwas preiswerter möchte, der sollte dem Dorf Wacken einen Besuch abstatten. Auch wenn der Weg je nachdem wo man sich befindet etwas weiter weg ist (ich glaube zwischen 1 – 2 km), aber der Weg lohnt sich. Man kann dort nicht nur essen, sondern auch das W:O:A Headquater besuchen und sich mit allerlei Merchandise eindecken, oder aber auch mit den Bewohnern von Wacken einen Plausch halten, bei Edeka etwas einkaufen was man eventuell doch noch braucht oder aber dort etwas essen. Die Bewohner geben sich alle Mühe und bieten wirklich vieles an. Von Kuchen (natürlich selbst gebacken) bis zur Bratwurst oder dem Nackensteak vom Grill ist auch hier alles dabei. Außerdem gibt es auch einige kleine Imbiss Buden oder aber den Dönerfreund aus Wacken der einen für gerade mal 3,50€ wirklich satt macht.

Während wir uns den Magen mit allerlei Köstlichkeiten füllten, besuchten unsere Kollegen die Metal Church. Denn in diesem Jahr öffnet auch die Wacken Kirche ihre Tore. Auch wenn viele Vorbehalte und Gerüchte über die Metalszene haben, sind doch viele hier in der kühlen Kirche und schauen sich die Auftritte von Martin Dreyer & Faun an. In dieser Atmosphäre wirklich ein Highlight. Martin Dreyer war bereits schon 2012 auf dem W:O:A und las im Metal Markt Zelt aus seiner „Volxbibel“ eine neue Version der alten Bibel. Lockerer in der Sprache und auch viel peppiger. In diesem Jahr stand er dann in der Metal Church um dort aus seiner neuen „Volxbibel“ zu lesen und darzustellen. Gemeinsam mit Faun interpretierten diese für alle Besucher die Kirche mal neu.

Wir jedoch verpassten diese Augenblicke in der Kirche und sahen uns die verschiedenen Stände auf dem Wackinger Village an, spielten zusammen mit Freunden mit Poi´s und warteten auf das was dort noch auf die Bühne kommen sollte.

Pünktlich auf die Sekunde genau standen Santiano auf der Bühne und wurden von den Wacken Fans mehr als gefeiert. Die Show war das erste Highlight welches uns von der Bühne her geboten wurde. 90 Minuten war der einzige Auftritt der fünf Flensburger in diesem Jahr, und ich muss sagen Santiano haben die Wackinger Stage gerockt. Es war dermaßen voll vor der Bühne das ich wirklich schon leicht Probleme hatte nur an einem Ort zu stehen, natürlich war Ulli mit Kamera bewaffnet und da wundert es auch nicht das er versuchte einige Bilder der Band zu machen. Das so viele Menschen vor diese Bühne passten hätte ich nie gedacht und wenn man sich die bisherigen Alben von Santiano ansieht, dann braucht man nicht viel aufzählen, denn es sind gerade Mal Zwei. Stimmung pur vor der Bühne und auch auf der Bühne. Alle die mit uns auf Kaperfahrt fahren wurde genau so gefeiert wie Es gibt nur Wasser…. Und dann noch eine riesen Überraschung des Tagen, denn niemand geringeres als Subway to Sally Frontmann Eric Fish übernimmt das Mikrophon für 2 Songs. Außerdem verkündet er noch, das Santiano ebenfalls beim Auftritt von Subway to Sally auf der Bühne sein werden, also wohl auch bei Doro´s Jubiläumsshow. Die Stimmen der Fans vor der Bühne klingen noch lange nach als die 90 Minuten voller Spaß und Spannung vorüber sind. Für mich ganz klar, die Wackinger lieben Santiano und wir hoffen dass auch 2014 Santiano wieder dabei sein werden.

Nach diesem genialen Konzert ging es dann zurück zu unserem Zelt, wo unsere Freunde auch noch Wach waren. So wurde hier noch das ein oder andere Bier, und ein zwei fünf zehn ?????? Erdbeere Limes zu Gemüte Geführt, bevor es dann in den Schlafsack zum schlafen ging.

Der Campground: Bei so vielen Metalheads (85.000 Besucher) ist es ja klar, dass diese auch irgendwo untergebracht werden müssen. Alle die nicht auf dem VIP Campground zu Gast sind teilen sich eine Gesamtfläche von 240 Hektar (ca.300 Fußballfelder) Am Grundriss des Campgrounds har sich von Jahr zu Jahr viel geändert, auch wenn es seit nun ca. 4 Jahren nicht mehr größer wird. Das gesamte Gelände ist in Abschnitte eingeteilt (A bis Y). Man kann also sagen wer zuerst da ist der bekommt auch einen Platz sehr weit vorne. Je später man da ist umso länger muss man auch zum Holy Ground laufen. Aber auch wer früh da ist muss mit einigen kleinen Unannehmlichkeiten rechnen, denn alle die an dem Camp vorbei kommen (und das müssen sie ja um zu den Bühnen zu kommen) der lässt vielleicht auch etwas da. Es kann also auch unordentlich werden. Der Campground C ist ausschließlich für die Camps reserviert, die sich wirklich sehr viel Mühe machen und mit ihrem gesamten Hausstand anreisen. In diesem Jahr wurde aber auch hier etwas Neues eingeführt, denn es gib eine vorgegebene Anordnung der Fahrzeuge und Zelte. Die Fahrzeuge werden zum „Zaun“ während um die jeweilige Fahrzeugreihe herum wiederum frei gelassen wird (also Weg – Fahrzeugreihe – Zelt – weitere Fahrzeugreihe – Weg usw.) Nach wie vor kann also jeder Besucher des WOA unweit seines Fahrzeuges campen und sorgt gleichzeitig dafür, dass Rettungswagen so schnellstens zu ihrem Ziel gelangen. Natürlich gibt es auf jedem Campground ausreichend Toiletten und auch sogenannte Shower Camps (Duschen). Auch für das leibliche Wohl ist ausgezeichnet gesorgt worden, und man kann auch hier auf fast jedem Campground min. 1 Breakfast Zelt erblicken.

Hier ein paar Zahlen zum Vergleich der Jahre 2012 und 2013

                                                               2012                       2013

Chemietoiletten (Dixißs)                              41 Stück                  39 Stück

Shower Camps                                            5 Stück                    5 Stück

Breakfast-Zelte                                         19 Stück                  13 Stück

Supermärkte (auf Gelände)                         8 Stück                    9 Stück

                                                        Garbage Base                                           6 Stück                    6 Stück    (Müllrückgabe und Müllbeutel Ausgabe)

Cold Wacken Beer & Met Stände                8 Stück                    8 Stück

W-Lan Spots                                          15 Stück                  15 Stück