Rockharz 2014 Vorbericht

Vorbericht: ROCKHARZ OPEN AIR 2014

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Sachsen-Anhalt bietet dem geneigten Besucher einige Möglichkeiten, seinen Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Da hätten wir die Straße der Romanik, das Hundertwasserhaus zu Magdeburg oder die Lutherstadt Wittenberg. Aber auch abseits solcher Kultur gibt es subkulturelle Erlebnisse zu bestaunen. Eines davon ist die alljährliche Metalhead-Zusammenkunft genannt Rockharz in Ballenstedt, nahe Aschersleben. Dieses Mal findet sie vom 10. Juli bis zum 12. Juli statt.

Auch dieses Jahr hat man sich für einen erschwinglichen Preis von knapp 82 € ein ordentliches Line-Up zusammengestellt. Neben Acts wie der Boygroup Knorkator oder den Power Metal-Urgesteinen Helloween gibt es auch unbekanntere Gruppen wie Fjoergyn zu sehen. Für andere Genres gibt es auch genug Futter: Legion of the Damned, Sodom und Children of Bodom sollten jeden zufriedenstellen. Gloryhammer, das Nebenprojekt von Alestorm-Frontmann Christopher, sind zugegen und posaunen mit Magierrobe und Ritterrüstung symphonischen Power Metal. Weitere Highlights sind In Extremo, Insomnium, Powerwolf und Equilibrium. Wer spätestens bei Korpiklaani keine feuchten Augen oder eine feuchte Hose bekommt, sollte trotzdem da sein und sich diese Bands zu Gemüte führen!

Bandliste:

21Octayne, 9MM, Amorphis,Arch Enemy, Battle Beast, Born From Pain, Brainstorm, Bullet, Children of Bodom, D-A-D,  Destruction Dynamite, Einherjer, Eisregen, Equilibrium, Feuerengel, Fjoergyn, Gloryhammer, Hammercult, Harmann, Heidevolk, Helloween Heretoir, Hämatom, In Extremo, Insomnium, Iron Savior, Kissin’ Dynamite, Knorkator Korpiklaani, Legion of the Damned,  Motorjesus, Nothnegal, Peter Pan Speedrock Powerwolf, Primal Fear, Rhapsody of Fire, Sabaton, Saltatio Mortis, Sodom, Soilwork Sonic Syndicate, The Very End, Tiamat, Undertow, Unleashed, Unzucht, Vogelfrey, Wolfheart, Words of Farewell, Xandria

Homepage: http://www.rockharz-festival.com/

Tickets: http://shop.rockharz-festival.com/

Rockharz 2013-Nachbericht

Nachbericht Rockharz 2013

Dieses Jahr ging es für uns direkt vom Nordseeurlaub zum Rockharz in Ballenstedt. Da wir erst Donnerstagnachmittag anreisen konnten, blieben uns lange Warteschlangen vor dem Festivalgelände erspart. Ein Nachteil hatte die „späte Anreise“: Der mittlerweile größentechnisch doch sehr gewachsene Campingplatz war schon sehr gut gefüllt.

Denn dieses Jahr haben sich die Veranstalter mächtig ins Zeug gelegt und schon Mittwoch mit Megaherz und Nachtgeschrei einen Anreiz für eine frühere Anreise geschaffen. Grund dafür war natürlich das 20-jährige Bestehen, dass es dieses Jahr zu feiern galt. Zum Glück fanden wir nach einigem Suchen bei alten Bekannten noch ein Eckchen in der Nähe des Eingangs, wo wir uns reinquetschen konnten. Damit stand einem feucht-fröhlichen Wochenende nichts mehr im Wege. Trotzdem waren wir schon sehr überrascht, wie groß das Rockharz inzwischen geworden ist. Vor allem die Gemütlichkeit und die im Vergleich zu anderen großen Festivals doch sehr kompakte Größe war für uns etwas, was das Rockharz ausmacht. Wir sind gespannt – und vielleicht auch etwas angespannt – wie sich das in den nächsten Jahren weiterentwickelt.

Donnerstag

Natürlich mussten wir uns wie immer am ersten Tag ein bisschen orientieren und erst einmal erkunden, was sich im Vergleich zum letzten Jahr geändert hat. Aber abgesehen davon, dass der Tabak-Werbestand auf die andere Seite direkt in die Nähe des Eingangs befördert worden war, ist alles soweit beim alten geblieben: Der Ficken-Stand direkt beim Einlass, diverse Stände, die einen mit CD’s, Shirts uvm. versorgen, und natürlich eine ganze Reihe Stände mit kulinarischen Leckereien – alles schon aus den vorhergehenden Jahren bekannt. Eine Neuerung gab es aber doch, die uns ganz besonders erfreut hat: der Nohra-Hähnchenstand. Ein Stück Heimat für uns Festivalreporter und uns schon von anderen Festivals gut bekannt. Unter dem Motto „Brathahn statt Satan“ wurden hier die in unseren Augen leckersten Hähnchen angeboten, die wir je gegessen haben. Mir läuft direkt wieder das Wasser im Mund zusammen, wenn ich nur daran denke… Zum Durstlöschen gab es dieses Jahr frisch gezapftes Hasseröder. Die Entwicklung des Bierpreises bzw. das fortschreitende Schrumpfen der Bechergröße ist dann doch aber eine Sache, die uns allmählich Sorgen macht. 0,3l Gerstensaft für 2,50€ ist gerade noch hinnehmbar. Bleibt zu hoffen, dass sich das in den nächsten Jahren nicht noch mehr ändert.

Aber nun zum musikalischen Teil. Nachdem wir den Nachmittag zum Orientieren gebraucht haben, ging es nun gegen Abend Richtung Bühne, wo wir unsere erste Bands des Festivals angucken wollten: die Jungs/Männern der polnischen Band Vader, regelrechte Metalveteranen, die einiges an Bühnenerfahrung angesammelt haben. Bereits 1983 gegründet lässt sich ihre Musik als Mischung aus Slayer und Morbid Angel beschreiben. Auch wenn die Polen sich alle Mühe gaben, eine gewohnt gute Show abzuliefern, mangelte es aufgrund von Sound-Problemen etwas an Wucht. Außerdem hätte man die Band wohl lieber später spielen lassen sollen, da sich erst im Dunkeln die passende Atmosphäre entwickelt hätte.

Nach Vader nahmen die Jungs von Unearth die Bühne in Beschlag. Die Amerikaner, die für ihre Kombination von amerikanischen Metalcore und melodischen Death Metal bekannt sind, brachten die Menge vor der Bühne richtig in Stimmung. Der Moshpit, der sich bei dieser Band vor der Bühne bildete, war wahrlich kein Ponyhof und nicht wenige sind da nur blutend wieder herausgekommen. Auch auf der Bühne gaben die Amis alles und sprangen nur so über die Bühne.

Im Anschluß gab es mit Mono Inc. ein krasses Kontrastprogramm. Die Hamburger gaben wie immer ihr Bestes auf der Bühne und versuchten gute Stimmung zu verbreiten. Vor allem Drummerin Katha Mia war ein kleiner Augenschmaus. Trotzdem konnten sie die Stimmung nicht mehr so anheben wie Unearth davor. Einige wenige ließen sich dennoch spätestens beim Hit „Voices of Doom“ zum Tanzen hinreißen.

Besonders gespannt waren wir auf den Auftritt des Devin Townsend Project, da sie live bei uns in Deutschland nicht gerade häufig anzutreffen sind.Die Show stand wohl unter dem Motto „Gesichtsfasching“ J. Sänger Devin Townsend, bekannt durch Strapping Young Lad legte sich richtig ins Zeug um den Inhalt seiner Songs mimisch zu untermalen, was zeitweise doch recht komisch aussah. Obwohl die Band musikalisch was drauf hatte, drängte sich mir aber der Eindruck auf, dass viele nicht wirklich etwas damit anzufangen wussten. Und auch wir sind zu der Einschätzung gekommen, dass die meistens Songs wohl auf dem heimischen CD-Player mehr Wirkung entfalten können. Natürlich muss man der Band aber noch dafür Respekt zollen, dass sie sich durch den Ausfall ihres Gitarristen nicht einschüchtern ließen.

Freitag

Der Freitag begann wieder mit strahlenden Sonnenschein. Der Wettergott meinte es diesmal das komplette Wochenende wirklich gut mit den Besuchern des Rockharz. Durch das durchweg sonnige Wetter wurde allerdings der Bühnenbereich zur Staubhölle. Da hätte man öfter mal etwas Wasser verspritzen können. Auch wenn man bei der Wärme lieber mit einem kühlen Bier im Campingstuhl liegen bleiben möchte, hieß es spätestens 14:00 Uhr sich endlich vor zur Bühne zu bewegen. Denn die Excrementory – Excrementory – Excrementory…Grindfuckers standen nun an!! Egal wann diese Band spielt – selbst wenn man sie morgens um 8 spielen lassen würde – wirklich immer erscheinen die Fans zahlreich und gut geBIERT, um mit ihnen zu feiern. Und es hat sich wie immer gelohnt. Die Band ging ab wie Schmitz Katze – vor allem Bandmitglied Mike hüpfte sich die Seele aus dem Leib. 

Danach ging es weniger lustig und auch mit etwas weniger Publikum weiter. Melechesh stürmten die Bühne. Wie immer kamen die beiden Gitarristen der israelischen Band zu Beginn ihres Auftritts vermummt auf die Bühne. Ganz schön mutig bei der Affenhitze. Aber die Jungs sind aus ihrem Heimatland vermutlich andere Temperaturen gewohnt. Trotzdem entledigten sie sich dann doch schnell ihrer Kutten. Mit ihrem Blackmetal untersetzt mit orientalischen Elementen konnten sie das Publikum begeistern.

Auch bei den Portugiesen von Moonspell ging es am Abend leicht kostümiert weiter. Sänger Fernando Ribeiro erschien mit Helm auf der Bühne – ein bisschen Theatralik muss sein. Die Jungs lieferten mit ihrer zwanzigjährigen Bühnenerfahrung wie immer einen soliden Auftritt ab. Neben neuen Stücken wie „Axis Mundi“ durften dabei natürlich auch Klassiker wie „Opium“ und „Alma Mater“ nicht fehlen.  

Besonders gefreut haben wir uns auch auf die Jungs von Dark Tranquility und wurden keineswegs enttäuscht. Sänger Mikael Stanne hatte richtig Spaß auf der Bühne und schaffte es, das Publikum mitzureißen. Den fehlenden Bass vermisste man auch nicht wirklich. Zu Hits wie „Final Resistance“, „Misery’s Crown“ und „Thereln“ ging das Publikum ab.

Im klassischen weiß-blauen Look betraten nun Iced Earth die Bühne. Deren musikalische Darbietung war wieder einmal der Hammer. Vor dem zahlreich erschienenen Publikum lieferten die US-Amerikaner einen bombastischen Auftritt ab.

Es gehörte schon etwas Disziplin dazu sich nachts um zwölf noch einmal aus dem bequemen Campingstuhl zu hieven und vor zu Soulfly zu schlürfen. Aber was tut man nicht alles, um die Brasilianer mal wieder live erleben zu können. Und auch hier wurden wir nicht enttäuscht. Die Jungs drehten noch einmal richtig auf und lieferten eine auch soundtechnisch tolle Show ab. Das Publikum feierte die Band mit einigen Moshpits richtig ab. Es fiel auch echt schwer, die Füße still zu halten, besonders beim allen bekannten Sepultura-Song „Roots Bloody Roots“. Somit neigte sich ein weiterer gelungener Festivaltag dem Ende entgegen. 

Samstag

Am Samstag hieß es dann, sich pünktlich für Akrea aus dem Bett zu quälen. Aber für die Jungs aus der Oberpfalz tut man das doch gerne. Als wir auf dem Festivalgelände ankamen, merkten wir schnell, dass wir nicht die einzigen waren, denen die Band das „frühe“ Aufstehen wert war. Der Platz vor der Bühne war gut gefüllt. Sowohl Band als auch Fans waren bestens gelaunt. Vor allem Sänger Sebastian Panzer mit seinem sympathischen Akzent schaffte es, auch dem Letzten die Müdigkeit aus den Augen zu treiben. Selbst eine Wall of Death konnte der Sänger aus dem Publikum herauskitzeln. Außerdem gab es eine kleine Kostprobe auf das bald erscheinende Album der Band. Ein wirklich guter Start in den Tag!!

Der Samstag war und blieb auch am Abend sehr bierreich: Tankard hoben den Pegel noch einmal an. Für uns war es mittlerweile das vierte Mal, dass wir die Frankfurter auf einem Festival live erleben durften und es ist immer wieder ein Spaß. Faszinierend ist es auch an Sänger Gerrre den Jojo-Effekt quasi live zu erleben. Schade war allerdings, dass der Veranstalter der Forderung „Wenn der Veranstalter nicht binnen fünf Minuten Freibier für alle ausgibt, gibt’s vom Bassisten Krawalle“ leider nicht kam. So mussten wir uns unser Bier weiterhin selbst kaufen. Dennoch ein toller Auftritt

Der Tag stand ganz und gar im Zeichen des Spaßes: J.B.O. enterten gegen halb 8 die Bühne, wie immer ganz in rosa (wie immer taten einem die Bühnenoutfits in den Augen weh). Wie auch beim letzten Auftritt der Erlanger auf dem Rockharz war ich neidisch auf ihre Bierhalter an den Mikrofonständern. Hits wie „Geh mer halt zu Slayer“ und „Ein guter Tag zum Sterben“ dürfen natürlich nicht fehlen. Unser Highlight hier war das „Medtl Gschdanzl“ mit neuen  Strophen. Beispiel gefällig? „Die Buam von Freiwild san koane Nazis. ja das glaum mer ihnen schon, aber Musiker sans a net, weil koaner von ihnen spuiln kann.“

Danach kamen Eisbrecher auf die Bühne, für uns die letzte Band des diesjährigen Open Air. Danach ging es wieder zurück in die Heimat. Auch wenn wir bestimmt nicht die einzigen waren, die der Band ein bisschen skeptisch gegenüber stehen, waren die Fans zahlreich erschienen. Frontmann Alexx Wesselsky zeigte vollen Einsatz, um das Publikum wie gewohnt mit seinem Charme zu betören, wofür sich das Publikum mit entsprechenden Applaus bedankte.

Alles in allem war es für uns und bestimmt auch alle anderen Festivalbesucher mal wieder ein absolut geiles Rockharz Open Air. Vom Jubiläum hat man zwar direkt vor Ort meiner Meinung nach nicht mehr viel gemerkt, aber das war nicht so schlimm. Wir hatten wie immer unseren Spaß mit tollen Leuten und freuen uns schon wieder wie verrückt auf das nächste Jahr! Hoffentlich geht die Zeit bis dahin so schnell wie möglich rum!

Rockharz 2013 Vorbericht

Vorbericht Rockharz 2013

Das Rockharz hat einen runden Geburtstag. Vom  11.-13.7. findet das Festival bereits zum 20. Mal statt. Wir sagen Herzlichen Glückwunsch!


Für uns ist es der fünfte Besuch in Ballenstedt. Was gefällt uns hier so gut und bewegt uns immer wieder nach Sachsen/Anhalt zu fahren? Das Festival hat eine absolut angenehme Größe, es ist sehr familiär und die Bands sind jedes Mal klasse. Das alles gibt es zu einem, wie ich finde, fairen Preis.
Dieses Jahr konnten Bands wie Accept, Avantasia, Kreator, Subway to Sally, Soulfly oder Iced Earth gewonnen werden.
Anreisen könnt ihr bereits am Mittwoch. Am Mittwochabend werden zum warm werden  auch schon die ersten Bands auf einer eigenen Bühne spielen.
Was macht das Rockharz so besonders? Seit unserem ersten Besuch hat uns hier fasziniert, dass wir egal wann wir anreisten, immer einen super Zeltplatz bekommen haben und jedes Mal sympathische Nachbarn hatten. Außerdem mussten wir nie mehr als 5 Minuten zur Bühne laufen.
Ein absolutes Muss beim Rockharz ist der jährliche Gang zur Teufelsmauer. Der Aufstieg da hin ist zwar anstrengend, aber absolut lohnenswert. Von hier aus hat man einen super Ausblick auf das Festivalgelände.
Tickets für 76,90 Euro gibt es im Rockharz Online-Shop oder zum selbst ausdrucken für 78,40€ versandkostenfrei HIER. Die Running Order mit allen Bands findet ihr HIER.
Also bis bald beim Rockharz. Wir sehen uns!

Euer North ROck Music Team

Rockharz 2011 Nachbericht

Festivalbericht: Rockharz 2011

Donnerstag 7.7.2011

Es ist jetzt 2:30. Der erste Rockharz-Tag ist demnächst zu Ende, dieses mal nicht im Pressezelt sondern im Hotel Mama mit WLAN und warmen Kakao. Die Frisur sitzt (lange 6mm) und die Schuhe sind fröhlich nass.

Hier die Eindrücke des ersten Festivaltages. Los ging es mit Fozzy, zugegegebenermassen kam kein Fozzybear sondern eine Art Stadionrock, die dem Publikum ordentlich einheizten, allerdings war die Resonanz eher mittelmässig, aber in glühenden Sonne am Nachmittag müssen die Leute erst auftauen.

Danach kamen Vreid. Ordentlich immer feste druff und schon etwas mehr Resonanz.

Dann standen Neaera an, viel Spass und ordentlich Knüppel aufm Kopf. Am besten ihr schaut euch die Bilder an, dann bekommt ihr auch von der Band den passenden Eindruck.

Nun zu Pro-Pain – Ordentlich Metalchore, Spass – Druck und einfach mal Lust an lauter Gitarren und Stimmquälerei! Mit Stratovarius kam dann der Stadionrock des Metals wieder hinzu. Sehr keyboardlastige melodische Metalsongs und herrliches Posing des Sängers, was will man mehr.

Hypocrisis waren für mich noch mal eine neue Dimension von lautstarker Musik und kamen auch bei dem Publikum genial an. Aber dann ging es langsam los, dass sich das Harzer Wetter im Schatten der Teufelsmauer zeigte. Nicht umsonst gibt liegt hier um die Ecke der Regenstein. Erst ging mit langsamen Geträufel los, aber bei Frei Wild öffnete der Himmel seine Schleusen.

Frei Wild – Eine Band aus Südtirol – Aus meiner Zeit in diesem doch so hübschen Land wusste ich, wie die Menschen ticken. Hoheitlich gehört dieser Landstrich zwischen den Alpen zwar zu Italien, aber es wird zum Großteil Deutsch gesprochen. Die Band kam genial beim Publikum an und war auch selbst überrascht wie viele Fans doch trotz des strömenden Regen geblieben sind.

Als dann Amorphis auf die Bühne kamen, war das Wetter leider nicht viel besser, aber bereits während des Konzertes legte sich der Regen wieder. Es ist unglaublich auf einem Flugplatz ein Festival zu feiern, nicht nur, weil im Schatten des Harzes niemand gestört wird, sondern weil man auch einen etwas besseren Wetterservice als woanders hat. Die Vorhersage passte auch optimal, denn zum Ende der letzten Band lies auch der Regen nach – Der passende Zeitpunkt den Heimweg anzutreten und es sich in einem richtigen Bett gemütlich zu machen.

Die Stimmung auf dem Zeltplatz war bisher ungebrochen und auch kaum von den paar Regentropfen getrübt. Für morgen soll das Wetter wieder trocken werden, letztendlich sind wir aber erst morgen nacht schlauer. Also bleibt gespannt!

Freitag 8.7.2011

Die Vögel zwitschern, auf dem Gras steht der Tau und so langsam verzieht sich der Nebel aus den Harzer Bergen. Ich drehe mich noch ein mal in meinem warmen Bettchen um und denke daran wie klamm mein Schlafsack letzte Woche war. Ja, ein Festivalmorgen darf auch mal so aussehen. Dann gemütlich frühstücken mit frische Brötchen und warmen Kakao und die Spielliste für den heutigen Tag durchgehen. Ein etwas andere Festivalmorgen, aber es darf für meinen Geschmack auch so sein. Ich bin natürlich gespannt wie meine Freunde die Nacht überstanden haben, denn es liegen noch 2 Tage vor uns.

Die Stimmung auf dem Zeltplatz war genial und auf dem Festivalgelände noch besser. Meine erste Band war We Butter The Bread With Butter, meine Fresse die Leute waren waren richtig gut drauf und haben echt Druck gemacht. Sowohl Band als auch Publikum, insgesamt eine sehr spannende Mischung aus Hardcore und Spass, denn eine Metalvariante von Alle meine Endchen war mir auch auch neu. Dann erst mal gemütlich grillieren mit Freunden und Kollegen auf dem Zeltplatz bis Caliban die Bühne betrat.

Caliban – Laut, Druckvoll und einfach nur genial. Der Festivalplatz glühte und es gab einen stetigen Wechsel zwischen Circle Pit und Wall of death. Ich komme zwar aus der Gegend aber, dass wir Harzer so Party machen können war mir auch neu!

End Of Green war auch nett anzuschauen und anzuhören, obwohl es immer wie, das hab ich doch schon mal woanders gehört klang. Irgendwie nen bissel wie HIM und Amorphis, wie gesagt “nett”.

Danach betraten Saltatio Mortis die Bühne, ich finde die Musik etwas zu weich und zu nett, aber der Sänger hat mich erneut beeindruckt, das ganze Hüpfen, Springen und gute Laune verbreiten. Der absolute Höhepunkt war für mich, als sich der Sänger während eines Songs den er weiter Sang crowdsurfend übers Publikum bewegt hat – Was für eine Körperbeherrschung.

Bereits am Nachmittag hatte ich Mike Terrana hinter der Bühne gesehen und mich gewundert, was dieser Gott wieder mal auf dem Rockharz macht. Er war mal auf dem Rockharz in Dorste zusammen mit Rage. Tja und jetzt trommelt er mal nebenbei für Tarja. Ich kannte bisher keinen Solosong der charismatischen Sängerin und war etwas enttäuscht. Denn es fehlte einfach der Druck in der Musik, auch wenn ihre Stimme immer noch beeindruckend ist. Als sie dann aber auch 2 Nightwishklassiker anstimmte, gab es auch bei mir keinen Halten mehr. Mike war der erste Drummer der vorne an der Bühne sitzen durfte und der Typ ist einfach genial. Es scheint, dass das Schlagzeug eine Verlängerung seines Körpers ist und er ohne dieses auch nicht komplett wäre – Daumen hoch für die Drums, Musik eher nett. Tarja sollte man mal gesehen haben, aber an die Nightwish Ära kommen sowohl Tarja solo, als auch Nightwish mit neuer Sängerin nicht heran.

Dark Tranquility – Meine Fresse war das geil! Ich hatte die Band vor ein paar Jahren schon mal auf dem Rockharz gesehen, als sie zu einer undankbaren Spielzeit am Nachmittag spielten und bereits da wusste ich, die sind genial. Heute waren einer der Headliner und die Luft brannte.

Hammerfall war eher wieder klassische Poserrock, der ganz gut zum Autofahren ist, aber irgendwie nicht wirklich fesselnd ist. Für Fans ein Schmankerl, für mich eher Durchschnitt.

Eisregen kannte ich vorher nicht und fand es etwas schräg was sich mir bot. Ein Bär von einem Mann, der zwischendurch ins Mikro fiepste und Texte voller Zorn und Gewalt, dass ich Angst hatte in der Nacht Alpträume zu bekommen.

Zum Schluss gab es noch Fiddlers Green auf die Ohren. Speedfolk, wie sie es selbst bezeichnen, einfach gute Laune und Spass mit Irish Folk Mucke.

Leider wurde der Festivalplatz wieder zeitnah geräumt und die Party musste dann im Partyzelt weitergehen. Die Stimmung war gut – Im Vergleich zu gestern auch mehr Menschen und subjektiv bessere Musik. Tja und so klang der Abend aus, bevor ich mich in mein Federbett auf der heimischen Matraze einkuscheln durfte.

Samstag 9.7.2011

Ja ich weiss, es ist nicht das, was ihr von meinem letzten Wochenende in Roskilde lesen durftet. Dieses mal kein schweiss- und regendurchtränktes Zelt und keine Dixies und Dosennahrung.

Dieser Festivalbericht ist eher als eine Anleitung für Festivalbesucher zu sehen, die auch Warmduscher sind. Glaubt mir Leute, Metaller sind nicht so hart wie alle denken. Ich kenne genug, die sich auf dem Rockharz ihr persönliches Dixie gemietet haben oder pendeln. Ähnlich gibt es das genug auf anderen Festival, zu denen Gäste von zu Hause kommen ohne die Härte und den Uringeruch eines Zeltplatzes geniessen zu wollen.

Der Samstag begann ähnlich entspannt wie die letzten beiden Tage – Kakao im Garten, frische Brötchen mit selbstgemachter Sauerkirschmarmelade – So muss das sein. Mein absoluter Höhepunkt wird sicherlich In Extremo werden, aber auch Ektomorph und UDO stehen auf meinem Wunschzettel.

Es ging also im gemütlichen Tempo zunächst ein mal auf den Zeltplatz die Stimmung und ein Steak dort geniessen. Meine erste Band des Tages war Ektomorph – Ordentlich Druck! Dann noch richtig nett Turisas – Nordischer guter Laune Folk der auch manchmal Lust auf ein oder zwei Bierchen macht. Die Sonne senkte sich dann langsam und Letzte Instanz betraten die Bühne. Ich kannte die Band live bisher nur von ihrer Akustiktour und ich war positiv überrascht wieviel Druck sie schaffen. Auf jeden Fall von der gesamten Band eine geniale Bühnenpräsenz.

JBO – Entweder man hasst sie oder man liebt sie. Es gab auch Zitate wie “JBO braucht kein Mensch”, vielleicht brauchen JBO aber die Menschen. Im Bühnengraben gab es aber den ersten Schreck des Tages, der Bass des Tages war sooo unangenehm laut. Man hatte kaum Luft zu atmen und und alles vibrierte brutalo.

Dann endlich UDO – Genialer 80er Poserrock – Glaubt mir der Mann ist kein Mensch, der ist eine Metalmaschine. Ein wirklich erster genialer Höhepunkt des Tages und selbst In Extremo standen am Bühnenrand und zollten Respekt.

In Extremo – Die Band ist live immer wieder ein Genuss – Es kamen eine ganze Menge Songs des neuen Albums, das bei den Fans geteilte Meinungen erzeugte. Die Klassiker durften natürlich nicht fehlen und auch mein Lieblingssong Liam wurde gespielt. Die Bühnen show wie immer auch mit Pyros und Flammen gespickt – Genial!

Dann nahm die die Motivation eures Reportes langsam ab, aber Haggard wollte ich noch sehen. Die Band baute zunächst ein mal ein episches Setup auf und hatte daher auch etwas mit dem Soundcheck zu kämpfen. Supergeile Akustik und herrliche Klassische Instrumenten mit düsterem Metal – Sehr fein. Die letzte Band des Festivals – Long distance calling, genoss ich dann nur noch aus dem bequeme Sessel im Pressezelt bis mein Taxi kam.

An dieser Stelle nochmals Grüße und vielen Dank dem netten Veranstalter. Jetzt geht es die nächsten Tage ans Fotos sortieren, bleibt gespannt und wartet auf unsere News. Die Bilder werden auch auf der Rockharzhomepage veröffentlicht werden – Danke für dieses tolle Sommermärchen!

Rockharz 2011 Vorbericht

Rock Harz 2011 – Vorbericht

Alle Jahre wieder,
strömen Metal Heads der ganzen Welt in den Sommermonaten zu den Festivals um ihren Lieblingsbands zu frönen und „geruhsame“, wenn auch meist sehr alkoholisierte, Tage zu verbringen.

Auch die kleine Stadt Ballenstedt, insbesondere deren kleiner Flughafen bei Asmusstedt, bleibt davon seit dem letzen Jahr nicht mehr verschont. Seit 1993 hat das Rock Harz Festival schon viele Standorte bezogen, doch nun haben die Veranstalter den Flugplatz an den Ausläufern der Teufelsmauer, am Rande des Harzes, für sich entdeckt. Laut Meldungen wollen sie dieses Gelände auch erstmal nicht verlassen und somit können sich die Metal Heads auf ein weiteres mal ROCK HARZ OPEN AIR freuen.

Das Festival hat durch seine überschaubare Besucheranzahl von 5000-6000 Besuchern den Ruf eines familiären Flairs. Aber lasst euch gesagt sein, dass ob vor den Bühnen oder auf dem Campground, die Action mit Sicherheit nicht zu kurz kommt.
Trotz der niedrigen Ticketpreise für rund 64€ schaffen es die Veranstalter irgendwie jedes Jahr ein hammer LineUp zusammen zu basteln.

An drei Tagen werden euch Bands wie In Extremo, Hammerfall, UDO oder auch Dark Tranquillity auf zwei Bühnen ordentlich einheizen. Wenn ihr auch immer auf die Running-Order der anderen Festivals wartet, um zu checken ob sich eure Lieblingsbands überschneiden, dann kann ich euch beruhigen. Dank der zwei direkt nebeneinander positionierten Bühnen verpasst ihr keine Band und könnt im fliegenden Wechsel nach der einen Band sofort die nächste erleben.

Wenn mal nichts vor den Bühnen los sein sollte, gibt es ja noch den Biergarten oder für die ganz mutigen, und das ist bestimmt einmalig bei einem Festival, könnt ihr auch einen Rundflug über das Gelände unternehmen. Natürlich gibt es auch hier wie auf anderen Festivals genug Essen sowie Getränke an verschiedenen Buden und Wagen. Und auch eure Kutte könnt ihr mit dem einen oder anderen Patch von der „Händlerecke“ erweitern. Wenn ihr gerade mal den Laufdrang verspürt, solltet ihr auch die Teufelsmauer erklimmen. Von hier kann man super das gesamte Festival-Areal überblicken. Oder ihr begebt euch, mit dem Shuttlebus oder (besser) zu Fuß, nach Ballenstedt um zum Beispiel zur neige gegangene Bierreserven wieder zu erneuern.

 

www.rockharz-festival.de

 

 

Rockharz 2012 Vorbericht

Vorbericht Rockharz 2012 

In ca. drei Monaten ist es endlich wieder soweit und das Rockharz-Festival auf dem Flugplatz in Ballenstedt öffnet vom 12.-14. Juli seine Pforten, um uns mit geiler Mugge und gekühlten Getränken zu bespaßen.

Doch was macht das Rockharz aus? Das Besondere an diesem Festival ist zum einen die Atmosphäre. Selten hab ich so ein familiäres Festival erlebt, wo man immer gleich mit seinen Nachbarn ins Gespräch kommt. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass man selbst beim Headliner ohne stundenlanges Anstellen und Verharren in die vorderen Reihen kommt. Die Wege sind kurz und selbst vom äußersten Ende des Campingplatzes schafft man es innerhalb weniger Minuten zur Bühne. Außerdem besticht das Rockharz durch musikalische Vielfalt: Von Death-Metal über Rock bis hin zu Mittelalter-Spektakel ist für nahezu Jeden etwas dabei.

Musiktechnisch haben die Veranstalter auch dieses  Jahr mal wieder alle Hebel in Bewegung gesetzt, um uns mächtig was auf die Ohren zu geben. Neben Blind Guardian und Amon Amarth sind in diesem Jahr auch Arch Enemy wieder mit am Start. Hier das komplette Programm:

ASP
Pain
Sepultura
Primordial
Lacuna coil
Deathstars
Paradise Lost
Morgoth
Before the Dawn
Knorkator
Municipal Waste
Deadlock
Moonsorrow
Eppica
Vreid
Coppelius
Oomph
Black Sun Aeon
Paul di‘ Anno
Tyr
Tanzwut
Emil Bulls
Engel
Djerv
Skyforger
XIV Dark Centuries
Red Fang
Suidakra
Gernotshagen
Drone
Malrun
De Profundis
Betontod
The Other
Five Feet High and Rising

Das 3-Tages-Ticket incl. Camping gibt es für 69,90 € – im Vergleich zu manch anderen Festivals immer noch ein Schnäppchen. Zudem habt ihr auch dieses Jahr wieder die Möglichkeit euch eine eigene Mobiltoilette zu mieten – eine Besonderheit, die gerade von größeren Gruppen gern genutzt wird.
Also Leute, holt euch euer Ticket, wenn ihr es noch nicht getan habt und genießt mit uns dieses tolle Festival am Fuße der Teufelsmauer.

Weitere Infos, neue Bands, die Running Order und die Fotos (nach dem Festival) bekommt ihr wie gewohnt bei uns, den Festival-Reportern.

Rockharz 2012 Nachbericht

Rockharz 2012 – Der Festivalbericht

Rockharz 2012

Schon zum 19. Mal findet das Rockharz Festival nun statt – wie im Jahr zuvor am Flugplatzgelände in Ballenstedt, welches sich am Fuße der Teufelsmauer befindet. Wie wir das Festival 2012 erlebt haben, lest selbst in unserem ausführlichen Rockharz Bericht!

Mittwoch

Schon am Anreisetag wurde ich auf das Wetter beim Rockharz vorbereitet: Regen – und zwar nicht zu wenig. Doch wenigstens ließ sich die Sonne immer mal zwischen den Regenpausen blicken und machte mir Hoffnung, dass sich das Wetter noch bessert. Aber… ein Rockharz ohne Regen ist kein echtes Rockharz. Am Mittwoch vor dem offiziellen Festivalbeginn spielten zwar schon einige Bands, diese waren jedoch recht unbekannt. Uns fehlte letztlich auch der Ansporn, uns diese anzusehen und so ließen wir den Abend mit ein paar kühlen Bierchen ausklingen, um fit für den nächsten Tag zu sein.

Donnerstag

Genau wie der Mittwoch begann auch dieser Tag mit Regen, dazu kam noch ein ungeheurer Sturm. Es war so windig, dass Zelte und Pavillons übers Gelände flogen und wir unseren nur retten konnten, indem wir ihn auf die Hälfte der Höhe setzten und an den Autos festbanden. Auch die Bühnen mussten mit zusätzlichen Stahlseilen gesichert werden. Dazu fuhr die Polizei umher und verkündete eine Sturmwarnung. Kurze Zeit ging das Gerücht um, dass das Festival abgesagt wird. Zum Glück bewahrheitete sich dies nicht und das Wetter wurde zu RED FANG erträglicher.

RED FANG sind zwar noch recht unbekannt, dies aber meiner Meinung nach völlig zu Unrecht. Eine Band, die nicht nur auf ihren Alben großartig ist, auch auf der Bühne können sie überzeugen. So war der Sound zwar nicht überragend, aber dennoch gut. Es klang alles ein wenig schwammig, doch weder dadurch noch durch den ungeheuren Wind ließ sich das Publikum die Stimmung verderben. So feierten die Fans alle Lieder von RED FANG auf ihre persönliche Art und Weise: ob als Ein-Mann-Schlammschlacht oder mit Headbangen, spätestens bei Liedern wie „Hank is Dead“, „Wires“ oder „Prehistoric Dog“ fing jeder an zu feiern und das ganze Talent dieser Band wurde deutlich. Nicht nur das Publikum genoss diesen Auftritt sehr, auch RED FANG selber sah man an, dass sie unheimlich Spaß hatten.

Kurz nach RED FANG spielten MUNICIPAL WASTE, die ich selber leider nicht gesehen habe, was ich aber nach den detaillierten Erzählungen aller aus meinem Camp sehr bereue. Der Auftritt der Band gestaltete sich als eine große, lustige Party. Das Ganze ist bei Songs mit den Titeln „The Art of Partying“ oder „Born to Party“ allerdings nicht sonderlich überraschend – auch nicht, dass Lieder, die das Wort „Beer“ im Titel tragen (wie z.B. „Beer Pressure“) mit tosendem Beifall bejubelt werden. Passend zu derartigen Songs riefen die Jungs auch immer wieder zum beliebten Circle Pit auf. MUNICIPAL WASTE lieferten also einen gut besuchten und gut abgemischten Auftritt ab, der zwar hier und da kleinere Schwächen wie leichte Spielfehler hatte, aber dennoch solide und gut war.

Da ich mir aufgrund des Wetters Sorgen um mein ohnehin schon angeschlagenes Zelt machte, konnte ich auch die nächste Band nicht sehen: TANZWUT. Aber auch hier gibt es ja genug Freunde, die man Fragen kann, wobei dies gar nicht wirklich nötig war, denn man sah schon an den Gesichtern derer, die vom Auftritt zurückkehrten, wie begeistert sie noch immer waren. Zwar war der Sound aufgrund des immer stärker werdenden Windes wohl recht dürftig, aber dennoch war es ein guter Auftritt. Mit dem Lied „Wie Phönix aus der Asche“  meldeten sie sich nach dem Besetzungswechsel 2011 zurück. Es gab kaum Liedpausen und wenig Gerede zwischen den Songs, viel Zeit um Songs wie „Meer“ zu spielen. Auch das Publikum machte keine Pause und feierte durchgehend mit und zeigte sich sehr textsicher. Zum Ende der Show, man soll es kaum glauben, verzogen sich dann sogar die Wolken und die nächste Band konnte bei gutem Wetter gesehen werden.

Diese nächste Band waren die EMIL BULLS. Nachdem ihr Auftritt im letzten Jahr kurzfristig abgesagt werden musste, wollten sie sich diesen 2012 nicht entgehen lassen und spielten kurzerhand mit einem Aushilfsbassisten, da ihr Bassist Jamie aufgrund einer Erkrankung leider nicht dabei sein konnte. Man merkte jedoch, dass wegen EMIL BULLS im Vergleich zu den anderen Bands eher weniger Leute gekommen waren – so war es doch recht leer und es gab nur wenige feierbereite Fans. Diese zeigten sich durch ihr Violent Dancing auch noch von ihrer aggressiven Seite. Doch zum Ende hin kamen doch noch ein paar mehr Leute dazu und es wurde zu einer Wall of Death aufgerufen, einer für die Anzahl an Leuten ziemlich große sogar. Die Show war jedoch recht einseitig und beschränkte sich eher darauf, dass die Band auf der Bühne wie von einer Hornisse gestochen auf und ab hüpfte. Dies machten sie jedoch mit einem überraschend guten Sound wieder wett.

Nach dem Auftritt genehmigte ich mir dann eine kleine Pause, ließ die nächste Band sausen und ging erst wieder zu OOMPH! vor die Bühne. Als OOMPH! die Bühne betraten, wusste ich nicht so recht, was ich sagen sollte. Nicht nur, dass sie auf einmal mit sieben Leuten dort standen – nein – sie hatten auch noch eine Art Matrosenoutfit an und Sänger Dero war in guter alter Joker-Manier geschminkt. Bei OOMPH! wurde das Publikum mit einbezogen, wie ich es selten zuvor erlebt habe: Mitklatschen, im Kreis springen, Crowdsurfen, Moshen – zu einfach allem wurde aufgefordert und man geriet richtig ins Schwitzen. Ein Auftritt, der definitiv in Erinnerung bleibt und das nicht nur durch die Show, sondern auch durch Lieder wie „Always look on the bright Side of Life“ und den leider relativ schlechten Sound. Auch hier wird wohl das Wetter einen Teil dazu beigetragen haben.

Die nächste Band war SEPULTURA, die brasilianische Thrash/Death-Ikone. Nachdem der Auftritt 2011 leider abgesagt worden war, konnten sie in diesem Jahr zum Glück abliefern – mit der ein oder anderen Überraschung. So wurde Gitarrist Andreas Kisser bei einem Song von seinem Sohn Johann unterstützt, dieser wurde vom Publikum einfach nur gefeiert und unterstützt. Und auch Sänger Derrick wurde vom Publikum gefeiert, nicht nur wegen seiner Deutschkenntnisse, sondern auch wegen seiner tollen Performance, die bei dem sehr schwankenden Sound leider nicht immer gut rüberkam. Der Sound konnte in einem Moment der beste des Tages sein, im nächsten wechselte er ins komplette Gegenteil, wirklich merkwürdig. Aber die Fans ließen sich davon zum Glück nicht unterkriegen und feierten Songs wie „Territory“, „Kairos“ oder den Höhepunkt des Auftritts „Roots“.

Wenige Minuten nach dem Ende von SEPULTURA starteten HATEBREED mit dem wohl am besten besuchten Gig des Abends. Ein Auftritt, der vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird, denn nach wenigen gespielten Songs war auf einmal alles dunkel. Kein Licht. Keine Musik. Stromausfall für eine glatte halbe Stunde. Aber man ist ja nicht auf einem Festival, um sich davon unterkriegen zu lassen. Dass Metaller zu Musik moshen, wusste man schon, aber dass sie ohne Musik fast noch mehr moshen, ist auch mir neu. Und sie moshten nicht nur, sie starteten auch die größte Wall of Death des Abends, komplett ohne Musik und im Schein des Mondes. Nachdem der Strom nach etwa 30 Minuten wieder da war und man die Pause anscheinend gut überbrückt hatte, beendeten HATEBREED ihren Auftritt, als ob nie etwas gewesen wäre. Ein wirklich gelungener Auftritt, trotz – oder gerade wegen – des Stromausfalls. Erschöpft ging es dann zurück zum Camp, um den Flüssigkeitsverlust durchs Schwitzen mit Bier wieder auszugleichen.


Freitag

Nach einer kurzen Nacht wurde ich am nächsten Morgen von ausreichend Wasser geweckt – vom Himmel, denn es regnete mal wieder. Aber was soll’s, ab unter’n Pavillon und das Wetter aussitzen, meine erste Band war sowieso erst XIV DARK CENTURIES und die spielten gegen Nachmittag. Das lange Warten hat sich definitiv gelohnt, XIV DARK CENTURIES hatten einen sehr guten Sound und klangen beinahe wie auf Scheibe. Das nutzten die Fans natürlich sofort aus, um bei fast jedem Song mitzusingen, mal besser – mal schlechter. In historischen Gewandungen absolvierten die Thüringer ihren Auftritt, als wäre alles schon Routine.

Kurz nach XIV DARK CENTURIES enterten COPELLIUS die Bühne. Absolut nicht mein Geschmack, aber auch hier fanden sich viele aus meinem Camp und alle waren absolut überzeugt von der Band. Der Sound war einsame Spitze, was die ohnehin schon gute Stimmung natürlich noch unterstütze. Auch die Show gestaltete sich abwechslungsreich und es wurden kurzerhand zwei treue Fans auf die Bühne geholt, um eine Runde mit zu Headbangen – sowas passiert auch nicht alle Tage. So feierten die Fans mit und zeigten sich mehr als textsicher bei Songs wie „Gumbagubanga“. Aber so gut wie der Auftritt auch war, für ihre Fans kann die Band nichts: Ein Gekreische wie Teenies bei einem Justin Bieber Konzert von Seiten der weiblichen Fans muss echt nicht sein.

Ganz anders waren die Fans bei PRIMORDIAL drauf, hier beschränkte man sich auf das typische Headbangen, Mitgröhlen und mit Schlägen drohen. Moment, mit Schlägen drohen? Ganz genau, das Publikum stellte sich als recht aggressiv heraus. Als Headbanger wurde man nicht nur einmal weggeschubst und angebrüllt, man solle sich benehmen oder man fange sich eine, die Mosher hatten ein ähnliches Schicksal zu tragen. Ein negativer Aspekt, für den die Band jedoch nichts kann. PRIMORDIAL lieferten einen typischen Auftritt ab: Der Sänger versucht die Melancholie der Songs durch seine Bewegungen zu untermahlen, was auch gut klappt, und die restlichen Musiker beschränken sich aufs in der Gegend herumstehen. Hier und  da klang das Schlagzeug ein wenig komisch, was aber bei einer derartig guten Live-Band durchaus zu verkraften ist.

Das musikalische Gegenteil zu PRIMORDIAL bildeten dann EPICA, die wenige Minuten später auf der anderen Bühne anfingen zu spielen. Anfangs war der Bass ein klein wenig übersteuert, aber dies legte sich nach einigen Minuten. Von da an war der Sound wirklich gut und die Band hatte, genau wie das Publikum, richtig Spaß. Ein Highlight ihres Auftritts bildete die Präsentation ihrer neuen Single „Storm the Sorrow“, doch auch alte Lieder wurden gefeiert und es wurde begeistert mitgesungen und geklatscht. Bei diesem Auftritt fällt mir nichts wirklich Negatives ein, es hat wirklich Spaß gemacht.

Erschöpft ging es dann nach einiger Zeit zur nächsten Band des Abends: ASP. Ein Auftritt voller Abwechslung: So stürmten sie mit Flammenwerfern auf die Bühne und lieferten eine tolle Feuershow ab. Wenig später unterstützen sie den Song „Und wir tanzten (Ungeschickte Liebesbriefe)“ mit Schneefall, eine wirklich tolle Abwechslung. Zwar war die Show echt gut, dafür war der Sound umso schlechter, die Gitarren waren leider viel zu leise und man hörte sie gelegentlich wirklich schlecht. Das Publikum ließ sich dadurch aber nicht stören, zeigte sich vollkommen textsicher und sang fast den ganzen Auftritt hindurch mit. Auch wenn ich ASP auf CD nur recht selten höre, kann ich sie als Live-Band nur empfehlen, denn die Show ist wirklich super.

Ohne Pause ging es dann zum Headliner des Abends, BLIND GUARDIAN. Was soll man zu einer Band, die so lange existiert, noch sagen? Die Show und der Sound waren wie zu erwarten wirklich gut und das Publikum agierte, wie man bei einem BLIND GUARDIAN Konzert eben agiert: es feierte jeden Song mit und war sichtlich begeistert. BLIND GUARDIAN Live zu sehen ist immer wieder ein tolles Erlebnis, zwar mittlerweile ohne große Überraschungen, aber das macht bei dieser Band gar nichts. Und auch die Fans sind mittlerweile ein Teil der Show, denn spätestens bei „The Bard’s Song“ oder „Valhalla“ muss Sänger Hansi Kürsch eigentlich nicht mehr mitsingen, das Publikum übernimmt alles.

Setlist BLIND GUARDIAN:

1. Sacred Worlds
2. Welcome To Dying
3. Nightfall
4. Fly
5. Time Stands Still
6. A Voice In The Dark
7. Last Candle
8. Valhalla
9. A Past And Future Secret
10. Imaginations From The Other Side
11. Majesty
12. The Bard’s Song
13. Mirror Mirror

Die für mich letzte Band des Abends waren die DEATHSTARS. Ein recht eigenartiges Bild gibt die Gothic-Band aus Schweden schon ab, doch so skurril sie auch aussehen mögen, so gut ist auch ihr Auftritt. Man merkte, wie erschöpft das Publikum schon war, doch Fronter Andreas „Whiplasher Bernadotte“ Bergh holte noch einmal alles aus den Leuten raus und animierte sie noch einmal abzugehen – mit sichtlichem Erfolg. Die Band wurde gefeiert wie wenig andere an diesem Tag. Obwohl sie eine der wenigen Gothic-Bands auf dem Rockharz waren, war der Auftritt nicht wirklich schlechter besucht als der ihrer Vorgänger BLIND GUARDIAN. Was mich persönlich wirklich überraschte, obwohl ich selber ein großer Fan bin und weiß, wie gut sie doch sind. Schöner Auftritt. Gute Show. Tolles Publikum, mehr muss man hier nicht sagen.

 
Samstag

Während GERNOTSHAGEN auf der Bühne einen guten Auftritt ablieferten, machte ich mich bei gutem Wetter auf zur Teufelsmauer. Diese liegt nur wenige hundert Meter entfernt vom Eingang des Rockharz Geländes, sodass man sie von überall auf dem Gelände aus sehen kann – doch ich wollte wissen, wie es von dort aus aussieht. Ein schwerer Anstieg stand mir bevor, denn der Weg zur Mauer war sehr steil und es war wirklich nicht einfach, doch nachdem ich oben angekommen war und beinahe ein Sauerstoffzelt vor Erschöpfung gebraucht hätte, konnte ich die Aussicht über das Gelände genießen. Sie war wirklich wundervoll, die gesamte Größe des Geländes tat sich vor mir auf. Ein Weg, der sich wirklich gelohnt hat und den ich mit Freude bei meinem nächsten Besuch wieder auf mich nehmen werde. Nach einem kurzen Aufenthalt an der Teufelsmauer ging es ohne Pause und immer noch recht erschöpft zu BETONTOD.

BETONTOD sind eine tolle Live-Band und wirklich gut zum Mitfeiern und Mitsingen, was auch genügend getan wurde. Wirklich textsicher zeigte sich das Publikum jedoch nur bei „Glück auf!“, bei allen anderen Liedern, bei denen zum Mitsingen animiert wurde, herrschte in den extra für das Publikum gelassenen Pausen Stille. Dies begriff die Band dann auch recht schnell, sparte sich weitere Versuche und animierte das Publikum nur zum Moshen und Mitklatschen. Der ein oder andere Song schien mir jedoch ein wenig fehl am Platz, auf einem Metalfestival ein Lied Namens „Viva Punk!“ zu spielen, ist ein wenig suspekt. Leider war der Auftritt ein wenig kurz dadurch, dass GERNOTSHAGEN zehn Minuten zu lang gespielt hatten. Diese Minuten fehlten BETONTOD, was sie das Publikum auch etwas genervt wissen ließen. Doch anstatt entsprechend schnell die Lieder hintereinander weg zu spielen, machten sie zwischendurch Ansagen, die nach etwa drei Minuten voll sinnlosem Gelaber vom Publikum mit „Spielt weiter!“ -Rufen unterbrochen wurden. Alles in allem waren sie zwar recht leise und ein wenig schlecht abgemischt, lieferten aber dennoch einen guten Auftritt.

Nach einer mehr oder weniger leckeren Portion Dosennudeln ging es dann zu SUIDAKRA, die Band auf dem Rockharz mit dem besten Sound. Es war endlich mal richtig laut, die Instrumente waren super abgemischt und man merkte, wie viel Spaß die Band auf der recht großen Bühne hatte, auf die sie definitiv gehören. Auch das Publikum hatte sichtlich Spaß, es bildete sich trotz des schlammigen Bodens schnell ein Moshpit und später auch eine Wall of Death. Kurzerhand wurde auch einmal Axel Fs „Crazy Frog“ angestimmt und das Publikum war absolut begeistert – sogar dermaßen, dass es Unterwäsche auf die Bühne warf, welche die Band kurzerhand an den Bass hing. Der Auftritt war einsame Spitze und dennoch etwas traurig, denn es war der letzte Auftritt von Bassist Marcus, der die Band leider verlassen hat. Doch er wurde von den Fans und von der Band gebührend verabschiedet, zum Schluss mit der Widmung des Songs „Stone Of The Seven Suns“.

Als nächstes kamen TYR an die Reihe, deren erste Auftrittshälfte ich mir gemütlich vom Bierstand aus ansah (während ich mich mit BurnYourEars-Kollege Robert unterhielt, der diesem Bericht seine Eindrücke zum Auftritt von THE OTHER beisteuert). TYR waren schon im Jahr zuvor auf dem Rockharz, doch dieser Auftritt war so schlecht, dass sie in diesem Jahr wiederkamen, um einen besseren abzuliefern. Und das taten sie auch: Der Sound war zwar nicht perfekt, doch durchaus akzeptabel – eine signifikante Verbesserung – und trotz des miserablen Wetters feierte das Publikum jeden Song mit. Die Schlammgrube vor der Bühne wurde ein einzige Partymeile und die Fans zeigten sich sprachgebildet, indem sie die Songs von TYR mitsangen. Nach diesem schmetternden Auftritt wundert es auch nicht, dass die „Zugabe!“-Rufe noch lange nach dem Auftritt anhielten.

Kurz nach TYR übernahmen auf der anderen Bühne FREEDOM CALL, die vom ersten Moment an das Publikum begeisterten und durchgehend lächelnd auf der Bühne standen. Der Sound der Band war grandios und der Beste neben SUIDAKRA. Auch die Show der Band war super, denn Sänger und Rampensau Chris Bay brachte das Publikum am laufendem Band zum Lachen und sorgte für gute Stimmung. Überflüssig zu erwähnen, dass es ihm nicht schwer fiel, die Leute zum Mitsingen und Mitklatschen zu animieren; passend zum Lied „Power + Glory“ feierte das Publikum eine echte Happy-Metal-Party. Alle hatten sichtlich Spaß zu Liedern wie u.a. „The Quest“. Doch leider ist auch eine so überragend gute Show irgendwann vorbei. Zuletzt wurde „Warriors Of Light“ gespielt, das Ende dieses Liedes sogar mehrmals, um die Fans noch einmal richtig zum Klatschen und Jubeln zu animieren – mit Erfolg. FREDDOM CALL lieferten zweifelsohne einen der besten Auftritte auf dem Rockharz ab!

Nach der großartigen Show von FREEDOM CALL ging es kurze Zeit später zu einem meiner persönlichen Favoriten-Headliner, ARCH ENEMY. Doch als diese anfingen zu spielen, wandelte sich meine anfängliche Euphorie in puren Missmut: Der Sound war absolut unterirdisch, und auch wenn sich dies später leicht verbesserte, war der Sound noch lange nicht so gut, wie man es von ihnen gewohnt ist. Dennoch wurde die Band gefeiert und Sängerin Angela zeigte alles, was ihre Stimme hergab (und was bei ihrem Organ wirklich nicht wenig ist). Die Songauswahl war ein nahezu perfekter Querschnitt durch das Repertoire der Band, und für mich waren die Lieder dabei, die man sich bei einem Auftritt von ARCH ENEMY wünscht. Wie bei fast jedem Konzert von ihnen gab es immer wieder „Ausziehen, Ausziehen!“-Rufe, denen Sängerin Angela dann mit einem Bauchblitzer Einhalt gebot und sagte, wie stolz sie darauf sei, mit ihrer Stimme Geld zu verdienen und das Ausziehen getrost anderen überlassen zu können.

Setlist ARCH ENEMY:

Intro (Khaos Overture)
Yesterday Is Dead And Gone
Ravenous
My Apocalypse
Bloodstained Cross
The Day You Died
Under Black Flags We March
In This Shallow Grave
Dead Eyes See No Future
Dead Bury Their Dead
We Will Rise
Nemesis
Fields… (Outro)

Mit der Hoffnung auf einen besseren Sound ging es dann sofort zur Nebenbühne, wo „Die meiste Band der Welt“ in wenigen Minuten anfangen sollte. Die Rede ist natürlich von KNORKATOR. Und vorweg: der Sound war deutlich besser, sehr zur Freude der feiernden Fans, welche nach dem ersten Song von den auf die Bühne gebetenen Fotografen abgelichtet wurden. Diese wurden dann mit einem freundlichen „Verpisst euch“ wieder von der Bühne gebeten. Wie man es bei einer Fun-Metal-Band wie KNORKATOR erwartet, gab es reichlich Unsinn auf der Bühne und auch die Fans wurden dazu animiert. So wurde die typische Wall Of Death abgewandelt und die Band rief die Fans dazu auf, aufeinander zuzugehen und sich die Hände zu reichen – mal was anderes, was aber sehr gut beim Publikum ankam. Nach 60 spaßigen und anstrengenden Minuten verließen KNORKATOR sichtlich zufrieden, genau wie das Publikum, die Bühne und machten Platz für den Headliner des letzten Tages: AMON AMARTH.

Kurz nach der Danksagung des Veranstalters beschlagnahmten die Mannen von AMON AMARTH die Bühne und hauten einen grandiosen Song nach dem anderen raus. Nach einem kurzen Problem mit übersteuerten Stimmen war auch der Sound einwandfrei und die Party konnte beginnen. Wenige Bands schaffen es, die Meute so zu begeistern wie AMON AMARTH – kein Wunder also, dass auch der letzte Zentimeter vor der Bühne ausgefüllt war und sich hier und da Moshpits bildeten. Ein paar Verbesserungen gäbe es jedoch; so hätten sie „Death in Fire“, eigentlich das Highlight jedes AMON AMARTH Auftrittes, nicht schon als dritten Song spielen sollen, und auch ihre schon routinierte Feuershow bot nur wenig Abwechslung. Dennoch waren AMON AMARTH nicht ohne Grund Headliner des Festivals. Eine derartig polarisierende und ausgeglichene Band hat diesen Platz definitiv verdient, und jeder, der sie noch nicht gesehen hat, sollte dies nachholen – es lohnt sich.

Den vielleicht undankbarsten Auftritt hatten THE OTHER. Die Horrorpunker aus dem Pott mussten als allerletzte Band des Rockharz 2012 um 1 Uhr auf die Bühne, machten aber mehr als nur das Beste daraus. Zu diesem Zeitpunkt waren die meisten Besucher bereits auf dem Heimweg oder bei ihren Zelten. Anfänglich dachte ich, dass die Band auf der großen Bühne ein wenig untergehen könnte, doch dem war nicht so. Sänger Torsten und seine Mitstreiter, traditionell mit den passenden Horrorkostümen ausgestattet, haben sich offensichtlich so viel Routine und Bühnenpräsenz zugelegt, dass keine Bretter mehr zu groß sind. Trotz der späten Stunde hatten sich noch einige Besucher des Festivals vor der Bühne eingefunden und ließen sich von THE OTHER zum Tanzen, Mitsingen und Hüpfen animieren. 45 Minuten lang gab es ein buntes Potpourri aus allen Alben zu hören, inklusive fünf neuen Songs des gerade erschienenen Albums „The Devil You Know“. Dazu zählten unter anderem „Fright Night“ und „Puppet on a String“. Aber auch das grandiose „Back To The Cemetery“, „Beware of Ghouls“, „Tarantula“ und „Hier kommt die Dunkelheit“, um nur einige zu nennen, kamen nicht zu kurz. Vor traditioneller Kathedralen-Kulisse auf der Bühne zelebrierten THE OTHER ihren späten Auftritt und sammelten enorm viele Sympathiepunkte. Die Zuschauer auf jeden Fall feierten die Band und ließen so ein wirklich schönes Festival mit guten Bands würdevoll ausklingen. THE OTHER dürfen darüber hinaus auch weiterhin meinen Weg so oft es geht kreuzen, denn diese Band ist live eine echte Macht!


Fazit:
Das Rockharz Festival war zwar nicht mit dem besten Wetter gesegnet, dafür aber mit einer unschlagbar guten Stimmung und mit netten Menschen. Keiner ließ sich so wirklich von dem Beinahe-Dauerregen und dem Sturm unterkriegen und auch die Sound- und Stromprobleme gerieten schnell in Vergessenheit. Das Rockharz ist nun mal ein Festival, bei dem die Besucher schon aus Erfahrung mit Regen rechnen. Es ist immer wieder ein tolles Erlebnis, dieses Festival zu besuchen, und es wird sicherlich nicht mein letztes Mal gewesen sein. Ein klasse Preis-/Leistungsverhältniss und akzeptable Preise auf dem ganzen Gelände stützen diese Entscheidung. Jedoch sollten die Veranstalter in Zukunft dafür sorgen, dass die Securities ihren Job machen und kontrollieren, denn niemand wurde auf ein Bändchen oder gefährliche Gegenstände kontrolliert. Doch auch die Tatsache, dass schon zwei hochkarätige Bands für das nächste Jahr bestätigt sind, macht mir meine Entscheidung nur leichter, ACCEPT und SUBWAY TO SALLY.  Rockharz 2012 – ein Festival, das sich gelohnt hat und das ich auch in Zukunft weiterempfehlen werde!

Saltatio Mortis News März 2014

NEWS 05-03-2014

 
Saltatio Mortis
Podcast Saltatio Mortis Band

Unsere nächsten Konzerte

06. März 2014 – Krefeld – Kulturfabrik
 
07. März 2014 – Magdeburg – Altes Theater
 
08. März 2014 – Leipzig – Haus Auensee
 
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Hallo Freunde!

Wir sind wahnsinnig stolz euch mitteilen zu können, dass unser erster Comic endlich im Lager eingetroffen ist! Unsere Druckerei hat die Feuerprobe bestanden und so könnt ihr den Comic auf Tour an unserem Merchandise Stand beziehen – und in unserem Onlineshop natürlich. 😉
Wer schnell ist, sichert sich zum Band „Saltatio Mortis: Das Geheimnis des schwarzen Einmaleins – Die Erzkanzlerin“ noch eine kleine Überraschung. Ihr wollt unseren ersten Comic? Dann nichts wie los – ein Klick aufs Bild führt euch zum druckfrischen Prachtstück! 

Der Saltatio Mortis Comic - Cover mit der Erzkanzlerin

Unser Comic – druckfrisch und in Farbe! 
Wie schon gesagt, bekommt ihr unseren Comic natürlich auch an unseren Merchandise-Ständen – und in dem Buchhandel eurer Wahl, hier aber erst ab dem 01. April. Wir verkaufen sozusagen inoffiziell vor dem offiziellen Start, damit ihr nicht so lange warten müsst. 😉 Wer sich ansonsten über den Comic informieren will, kann dies auf mit einem Klick HIER unserer Infoseite bekommen. 

Der Saltatio Mortis Comic - in den Händen von Falk

 
 

Aus unserem Fanshop

Girly Tourhoodie 2014

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  Schwarzes TShirt mit rotem Teufel

Shirt mit Teufelmotiv

  Tourshirt 2014

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Das Schwarze IXI zum letzten Mal live!

Wie schon mehrfach gesagt – dies ist der letzte Teil unserer IXI Tour und von daher eure letzte Chance, uns beim Rocken zu diesem Album zu sehen und mitzufeiern. 

Für alle Kurzentschlossenen gibt es dazu nochmal unsere Tourdaten nebst Ticketlinks im Überblick. Noch sind Karten da, also greift zu! 🙂

06.03.2014 Krefeld Kulturfabrik
07.03.2014 Magdeburg Altes Theater
08.03.2014 Leipzig Haus Auensee
13.03.2014 Frankfurt Batschkapp
14.03.2014 Ingolstadt Westpark
15.03.2014 Karlsruhe Substage
20.03.2014 Kiel Max
21.03.2014 Osnabrück Hydepark
22.03.2014 Erfurt Stadtgarten
02.05.2014 Tuttlingen Stadthalle

 

Lasst es euch gut gehen, wir sehen uns hoffentlich bald!

Saltatio Mortis News April 2014

NEWS 19.04.2014

 
Saltatio Mortis
Podcast Saltatio Mortis Band

Unsere nächsten Konzerte

20. April 2014 – Salzhausen – MPS
 
30. April 2014 – Dortmund – MPS
 
02. Mai 2014 – Tuttlingen – Stadthalle
 
Alle Konzerte
 
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Hallo zusammen!

Osteralarm – final edition

Ganz kurz vorm Osterfest legen wir euch das letzteBundle-Ei und hoffen, es gefällt. Bis zum 21. April bekommt ihr unseren Comic „Die Erzkanzlerin“ und unser cooles Amulett im Paktet für nur 25 Euro!

10% Rabatt auf deine Bestellung!

Dieser Rabattcode ist für den 19. April 2014 bis 23:59 Uhr gültig – schnell sein lohnt sich also!

Unser aktuelles Bundle, erhältlich bis zum 21. April 2014, 23:59 Uhr. 
Klick auf das Bild, um zum Bundle zu gelangen – viel Spaß damit!

Osterbundle mit Provocatio und Manufactum III limited edition für 35 Euro

Unser Festival-Shirt für euch

Der Sommer wird lang, laut und heiß – denn wir sind für euch ordentlich unterwegs, um mit euch zu feiern! Passend dazu empfehlen wir unsere Festvalshirts – MIAU!

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Wacken 2014-Vorbericht

25 Jahre Wacken Open Air

…es darf gefeiert werden, denn das größte Metal-Festival der Welt feiert. Ein viertel Jahrhundert ist es nun schon alt, und wir feiern mit. Doch nicht nur wir, sondern neben uns auch noch knapp 80.000 Metalfans aus der ganzen Welt werden bei diesem Mega Event dabei sein.

Die Zeit ist nicht mehr lang, denn in knapp 8 Monaten heißt es auf dem heiligen Acker wieder Faster: Harder: Louder WACKÖÖÖÖNNNNNN. Denn dann reisen wieder tausende von Fans aus aller Welt in das kleine Städtchen Wacken im Kreis Steinburg. Das ist auch ein besonderes Ereignis, um mal in die Vergangenheit zu schauen.

Vor 25 Jahren fasten Thomas Jensen und Holger Hübner den Entschluss ein kleines Fest auf die Beine zu stellen. Aus eigener Kraft wurde also ein Platz gesucht und schließlich auch gefunden. Eine Bühne wurde in Handarbeit aufgebaut und auch befreundete Bands wurden eingeladen. Würstchen gegrillt und das Bier selbst gezapft. Eine Leistung die man heute nicht mehr allein hinbekommt, denn aus diesem kleinen Fest ist in den letzten Jahren ein wahres Kult Festival geworden. Besonders das gesamte Städtchen Wacken freut sich immer über die zahlreichen Besucher die nicht nur ihre freien Tage in dieses Städtchen bringen, sondern auch etwas des ersparten dort lassen, und das tun die Metalheads sehr gerne, denn die Gastfreundschaft ist dort so riesig, das man es kaum fassen kann.  Nicht nur von den erwachsenen Bewohnern wird viel geboten, sondern selbst die kleinen helfen den Festival-Besuchern fleißig beim Wegbringen der Einkäufe, geben Wegauskünfte und sind auch sonst super klasse. Ebenfalls die Kirche ist dabei, und wir konnten im letzten Jahr einige besondere Darbietungen mit einem besonderen Ambiente in der Wackener Kirche genießen.

Dieses Jahr werden wir aber nicht nur dieses tolle Städtchen mit seinen Bewohnern genießen, sondern auch Hammerfall denn die feiern ebenfalls Jubiläum und gleichzeitig das Album „Glory to the Brave“, zusammen werden auch Emperor feiern, denn auch diese haben Jubiläum und ihre erste Scheibe „In the Nightside Eclipse“ im Gepäck. Mit neuer Fronterin wird Arch Enemy auf der Bühne stehen,  wir freuen uns auf Motörhead und Lemmy der dann hoffentlich Top Fit alles Nachholt was er letztes Jahr leider nicht machen konnte. Zum ersten Mal heißt die Metal- Gemeinde King Diamond auf dem heiligen Acker willkommen und auch Slayer werden dabei sein. Aus Schweden kommen Amon Amart und Behemoth lassen sich ebenfalls nicht lange bitten. Etwas Glamour kommt von Steel Panther, und der Spaß ist bei J.B.O, Knorkator und Bülent Ceylan garantiert. Mit Saxon und Materplan gibt es etwas Oldschool für die Metalheads. Klassisch rockig geht es dann bei Apocalyptica zur Sache, und viele weitern die da noch kommen werden.

Doch damit nicht genug denn die vielen Bühnen werden noch mit mehr als hundert weiteren Bands gefüllt. Vom Wackinger Village bis hin zur Party Stage. In Wacken ist immer an jeder Ecke etwas los. Beim leiblichen Wohl wird auch nicht gespart, denn das Angebot ist riesig. Von Asiatisch, über italienisch, Türkisch oder mittelalterliche Speisen sowie Getränke. Auch für Vegetarier ist immer etwas zu finden. 

Wer nun Lust bekommen hat ebenfalls bei diesem Ereignis dabei zu sein, der hat Pech, denn diese Riesen Sause war innerhalb vom 48 Stunden ausverkauft. Ein neuer Rekord, den das Team verbuchen kann, Respekt. 

Wir hoffen dass wir wieder vor Ort mit dabei sein dürfen und werden dann wieder so viel wie möglich für Euch in Bild, und Ton vom Jubiläumsfestival einfangen.

In diesem Sinne: See You in WACKEN – Rain or Shine!

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